<
fluocontrol [i]
Tag | Nacht
>


Allgemeine Info´s zum Fluotauchen


Die Erforschung von Fluoreszenz

Delhpininsel | Tauchen | UV | Licht Tauchen mit ultraviolettem Licht wurde bereits 1963 im Science-Fiction Roman „Dolphin Island“ vom berühmten Autor Arthur C. Clarke erwähnt. Er erwarb seine UV-Lampen von Dr. Richard G. Woodbridge, welcher in der Zeitschrift Skin Diver und in der Nature von 1959 Artikel über Fluoreszenz veröffentlichte.

Charles Mazel von NightSea beschreibt die Geschichte zur Entdeckung von mariner Fluoreszenz folgendermaßen:

„Die erste gedruckte Aufzeichnung die wir gefunden haben, welche sich mit der Beobachtung von Fluoreszenz mariner Organismen befasst, stammt aus dem Jahre 1927. Ein Herr C.E.S. Phillips lief entlang der Küste in Torbay, England und bemerkte ein besonders helles grün von Anemonen, die in einem durch die Gezeiten erzeugten Bassin schwammen.

Er sammelte einige Proben und verwendete ein Licht mit einem von Wood´s Glasfiltern (ein Filter, der sichtbares Licht reflektiert und in ultraviolettes Licht umwandelt) um die Fluoreszenz unter UV-Licht zu beweisen. Phillips vermutete, dass Meeresbiologen solches Licht bei ihren Forschungen einsetzen würden, doch diese Idee scheint kein Gehör gefunden zu haben.

Begeben wir uns nun in den Südpazifik der dreißiger Jahre. Siro Kawaguti, ein japanischer Meeresbiologe, der seinerzeit an der Palao Tropical Biological Station arbeitete, studierte die Pigmente von Korallen. Er bemerkte, dass die meisten gewöhnlichen Pigmente grün fluoreszierten. Kawaguti führte eine Reihe manipulativer Experimente an den Pigmenten durch und beschrieb sie in diversen wissenschaftlichen Schriften (siehe Literaturverzeichnis).

Sporttaucher entdeckten Fluoreszenz in den 1950er Jahren für sich. Luis Marden, Fotografin für den National Geographic, schrieb 1956, dass sie rote Anemonen in einer Tiefe von 60 Metern fand, wo es normaler Weise keine roten Farben mehr geben sollte. Die rote Farbe verschwand auf Bildern die mit einem Blitz aufgenommen wurden und Marden schloss korrekter Weise daraus, dass es sich bei dem Effekt um Fluoreszenz handeln musste. Conrad Limbaugh and Wheeler North, welche gemeinsam am Scripps Institution of Oceanography in San Diego arbeiten, entdeckten einige leuchtfarbene Anemonen in den Gewässern vor der Westküste Amerikas und bezogen das auf ihre Fluoreszenz.

Den größten Impuls zu den frühen Studien der Fluoreszenz lieferte wohl die Arbeit von Rene Catala, Direktor es Noumea Aquarium in Neu Kaledonien. Catala war die erste Person, die systematisch nach Fluoreszenz in Korallen gesucht hat. Taucher sammelten Proben während des Tages und er untersuchte sie nachts unter ultraviolettem Licht im Aquarium. Catala war überwältigt von der Fluoreszenz und baute eine Halle voller fluoreszierender Korallen in seinem Aquarium auf. 1959 verschiffte er fluoreszierende Korallen nach Europa und stellte seine Werke in Antwerpen, Belgien aus. Seitdem üben Aquarien mit fluoreszierenden Korallen eine magische Anziehungskraft auf ihre Betrachter aus.

Die vermutlich erste Person, die ultraviolettes Licht unter Wasser nutzbar machte, war Richard Woodbridge III. Er testete seine Erfindung in den milden Gewässern von Maine. Daraufhin schrieb er Artikel für das Skin Diver Magazine 1959 und 1961 und veröffentlichte Schriften in der wissenschaftlichen Fachliteratur. Kapitän Jacques-Yves Cousteau erwähnt den Einsatz von ultraviolettem Licht unter Wasser in The Silent World , aber der Zeitpunkt wann er es nutzte ist unklar.

Zeiten später begann auch Charlie Mazel in den mittleren 70ern ultraviolette Unterwasserlampen zu bauen. Seine Arbeit begann als Hobby und wurde letztlich zur Forschung.

Fluoreszenz und Fotografie

Scheinbar war der erste, der Fotografien von Fluoreszenz von Korallen machte, Rene Catala (oben bereits erwähnt). Er war begeisterter und exzellenter Fotograf und er machte viele wundervolle Aufnahmen von den Organismen in seinem Aquarium. Alle seine Bilder waren jedoch Momentaufnahmen, die an der Oberfläche von Aquarientanks entstanden. Catala´s Arbeit inspirierte Paul Zahl vom National Geographic . So wie Catala vor ihm, sammelte Zahl Proben und lichtete sie an der Wasseroberfläche ab. Sein Artikel Fluorescent Gems from Davy Jones's Locker erschien im August 1963. Dr. Walter Starck war vermutlich irgendwann in den 60ern der erste, der Foto´s von Fluoreszenz unter Wasser aufgenommen hatte, indem er selbst angefertigte UV-Lampen verwendete. Charlie Mazel begann mit seinen Versuchen mit der Fotografie von Fluoreszenz unter Wasser Mitte der 70er. Anstatt einer ständig leuchtenden Lichtquelle, welche eine Langzeitbelichtung erforderte, benutzte er einen modifizierten elektronischen Blitz als Quelle ultravioletten Lichtes. Mit den kompakten Unterwasserlampen die er entwickelt hatte kombiniert, ermöglichte dies die erforderliche Mobilität, ein Objekt zu dort abzulichten wo es sich befindet - auf jeder Tiefe. Mazel´s Fotografien von Roatan (Honduras), Pedro Bank (Jamaica), den Florida Keys und New England wurden 1988 in der Sea Frontiers und 1991 in der Ocean Realm veröffentlicht und wurden bei der National Academy of Sciences in Washington, D.C. und dem Massachusetts Institute of Technology ausgestellt.

Horst Grunz | Tauchen | UV | Licht David Doubilet, ein außergewöhnlicher Fotograf, veröffentlichte einen Artikel mit exzellenten Fotografien von fluoreszierenden Korallen im National Geographic von 1997. Doubilet verwendete eine so leistungsstarke Unterwasserlampe, dass sie eine externe Stromversorgung benötigte. Also arbeitete er direkt vom Pier in Eilat, Israel und fotografierte Organismen, die aus verschiedenen Tiefen stammten und für seine Aufnahmen drappiert wurden.

Ein weiterer Artikel stammt von Jack und Sue Drafahl und erschein im April 1999 in der Zeitschrift Skin Diver. Sie fotografierten Korallen, die natürlicher Weise im Tageslicht fluoreszierten und verwendeten kein spezielles Licht - weder für die Beobachtungen noch die Fotografien. Um nun den gewünschten Effekt auf dem Film zu erzielen, scannten sie die Bilder ein und bearbeiteten sie mit einer Bildbearbeitungssoftware.


Quellen: C. Mazel | S. Beyer

zurück zum Seitenanfang

               
weiter lesen|1||2||3|








Home
Fluoreszenz
• Fluotauchen •
Galerien
Meer